Wie dicht kann ein Wochenende sein? Nun, Diamond und ich haben es ausprobiert und haben versucht, die Zeit maximal zu nutzen. Am Freitag noch waren wir in Ebersberg und haben uns „Perrückt“ von Gaston angesehen – ein Zaubertheaterstück. Ich bin ja eigentlich kein großer Freund „szenischer“ Zauberei (schließlich ist meines Erachtens Zauberei szenisch genug), aber was der Zauberkünstler Gaston da auf die Bühne bringt – Respekt! Besonders gut haben mir seine Salzproduktion und sein Ringverkettung (mit geliehenen Eheringen!) gefallen.
Da es sich um eine Premiere handelte, wären da hier und da noch ein paar „Timings“ zu verbessern – ich wünsche mir, dass er das Stück so oft wie möglich spielt und alle Charaktere der Bühnenshow damit auf das Niveau seiner Weltmeisterdarbietung des „Zauberjunkees“ bringt! Wenn es einer schafft – dann DERGASTON.
Weiter ging es am Samstag früh über Berlin nach Hamburg, wo Diamond und ich zunächst die Ausstellung „Wunder“ in den Deichtorhallen besuchten – ein Muss für jeden bis Februar 2012 in Hamburg weilenden Zauberkünstler, zumal der Zauberkasten von Goethes Enkel zu den Exponaten gehört! Hierzu an anderer Stelle mehr.
Abends ging es dann in die „Fliegenden Bauten“, wo Diamond und ich mit unserer „Zaubershow“ im April aufgetreten waren. Wir hatten von der französich/kanadischen Akrobatikshow „7 Fingers“ bereits gehört und waren gespannt – kurzum es war die beste Show, die wir seit LANGEM gesehen hatten! Bislang gehörte der Conferencier von „Cabaret“ (in Berlin im TIPI Zelt zu bewundern) zu meinem aktuellen Lieblingsakteur der Kleinkunst, der Conferencier von „LA VIE“ der 7 Fingers übertraf ihn noch – ein Zauberer wie kaum ein anderer! Keine einzige Nummer des Abends war schwach, wenn überhaupt war lediglich die „Vertikalketten“-Darbietung etwas schwächer als die anderen. Phantastisch war die Diabolodoppelnummer, die Handstanddarbietung (die sogar eine schlüssige Begründung im Stück hat!), die Kontorsion auf dem Krankenbett, die Hand-auf-Hand-Darbietung, die, die, die…. WAHNSINN!
Nachts hatten wir dann unseren Auftritt im Schmidt Theater, dessen Mitternachtsshow weniger auf künstlerisch-poetische Momente als vielmehr auf den Lacherfolg abzielt – und zwar mit Erfolg! Ohne Schlaf ging es in den Zug Richtung Bayern. München Hauptbahnhof ist derzeit recht schwierig zu passieren, anstrengend sind aber weniger die Menschenmassen als diejenigen, die sich über die Menschenmassen aufregen (und doch selbst Teil des Aufregungsobjektes sind!). Da tut es sehr gut, sich in der DB Lounge in die Massageliege „Brainlight“ zu legen, Kopfhörer auf, Programm 13 wählen, zwei Euro einwerfen (Vorsicht! Nicht erst das Geld einwerfen und dann erst das Programm wählen – dann ist das Geld weg und muss von der Rezeption wiedererstattet werden!) und GENIESSEN!

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