Viele Grüße aus dem völlig verschneiten Riga!!! Es kommt mir hier vor wie in einem Wintermärchen. Alle Gassen und Wege in Riga sind von einer dicken Schneeschicht bedeckt, man kommt nur langsam voran – egal ob mit dem Auto oder zu Fuss. Am schönsten finde ich die Gegend um den City Kanal, ein kleiner künstlich angelegter Ableger der Düna (so heisst der Fluss, an dem die Stadt liegt); hier befand sich die Stadtmauer bis zu ihrer Schleifung im Jahre 1863. Der Stadtkanal trennt übrigens die Altstadt von der Neustadt. Besonders sehenswert sind die Jugendstilfassaden der Stadt. Hier kommt man aus dem Staunen nicht heraus! Riga ist mit dem Flugzeug knappe 90 Minuten von Berlin entfernt.
Das hiesige Zauberfestival Magic AMBER macht einmal mehr deutlich, welche Blüten die Zauberkunst treiben kann. Zum einen sind da höchst professionelle Darbietungen wie die Zaubershow von David Stone, Victor Voitko oder Jordan Gomez. Auf der anderen Seite sieht man hier immer wieder (und das sogar in der Galashow!) Künstler, die die Zuschauer langweilen – zum Beispiel mit ewig komplizierten Kartentricks; man verstehe mich nicht falsch: Ich liebe ein gutes Kartenkunststück. Aber wenn der Zauberkünstler das Publikum mit seinem Vorhaben nicht erreicht, dann wird die Vorführung nicht zum Kunststück und bleibt ein bloßer Trick. Heute wurden im Wettbewerb etwa 14 Darbietungen gezeigt. Morgen sollen hiervon 12 Wettbewerber (12!!!) in der öffentlichen Gala auftreten. Oh weh. Ich hoffe, dass sich das Orga-Team von Magic Amber dieses Vorhaben noch einmal durch den Kopf gehen läßt. Denn ich konnte keine 12 professionelle Darbietungen ausmachen. Insbesondere hoffe ich, dass der angetretene Kollege aus Israel nicht im Finale antreten darf; die Behandlung seiner Tauben liess die Vermutung entstehen, dass er mit ihnen noch ein Hühnchen zu rupfen hatte….
Heute Abend ist ein Magic Dinner in der Altstadt von Riga und ich hoffe, mit Victor Voitko (dessen Vorführungen ich sehr bewundere) ins Gespräch zu kommen.
Insgesamt kann ich aber sagen, dass ich diesen Zauberkongress in äußerst positiver Erinnerung behalten werde. Denn es ist ein wahrer Überraschungskongress: Es gibt viele negative aber eben auch sehr positive Überraschungen (wie die Vorführungen der Profikollegen, denen man hier aus nächster Nähe begegnen kann; schliesslich sind zum Kongress geschätzte 50 Zauberer angemeldet. Im Vergleich dazu: Beim Zauberfestival in Blackpool sind es jährlich 3000!).

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