Heute ist der Geburtstag von Oskar Ensfelder (19.3.1933 – Januar 2009), bekannt als Teil des Duos The New Houdinys. Oskar Ensfelder studierte Musik an der Wiener Akademie und war einer der profiliertesten österreichischen Jazzmusiker. Da aber sein Interesse seit der Kindheit auch der Magie gehörte, beschäftigte er sich immer stärker mit diesem Gebiet, bis er 1958 schließlich die Zauberkunst zum Beruf wählte. Seine Frau Dagmar (14.9.1938) war Dolmetscherin und kam durch die Heirat zur Artistik. Als New Houdinys wurden sie mit ihrer modernen Entfesselungsshow international schnell bekannt. 1968 bekamen sie beim Gastspiel mit dem Zirkus Schumann in Wien den Zirkusoskar. Sie sind Träger der Kalanag-Plakette unter anderen Auszeichnungen. Von 1976 bis 1980 traten sie mit einer Raubtierillusionsattraktion (mit eigenen Geparden) sehr erfolgreich auf. Dann musste diese Darbietung aus gesundheitlichen Gründen leider aufgegeben werden. Neben zahllosen Gastspielen in Zirkussen, Varietés und Cabarets waren sie auch oft bei Fernsehshows zu sehen. Bestechend in ihrer Darbietung sind neben den magischen Tricks die glänzende Ausstattung und der perfekte Verkauf.
Ebenfalls Geburtstag hat heute Zauberkünstler Egon von Lautenstein (19.3.1901, Braunschweig – 16.10.1976, Hamburg). Adolf Wöhlbier interessierte sich von frühester Kindheit an für die Zauberkunst, zumal er in der Nähe der Zauberapparatehandlung von Janos Bartl in Hamburg aufwuchs. Zunächst erlernte er den Beruf eines Goldschmiedes (wie viele andere Zauberkünstler auch). 1922 wechselte er aber vom Hobby zum Beruf des Zauberkünstlers über. Lautenstein (so sein Künstlername) präsentierte eine heitere Salonmagie, er verband geschickt Tricks, Präsentation und Sprachkommentare, deshalb wurde er auch als konferierender Zauberer oder zaubernder Conférencier bezeichnet. Sein erster Originaltrick war das Zerschneiden und Wiederherstellen eines Gürtels oder Handtaschenbügels, der ihm aus dem Publikum gereicht wurde. Lautenstein zeigte auch Kleinillusionen wie den Kanarienvogel in der Glühbirne, widmete sich aber hauptsächlich der Manipulation mit Karten. Er gehörte zu den ersten Anhängern der Mikromagie. Mit seiner Darbietung gastierte er vor allem in deutschen und dänischen Varietes, aber auch in vielen Großstädten anderer europäischer Länder. 1943 wurde er in Rumänien wegen defätistischer (also pessimistisch in Bezug auf den Ausgang des Krieges) Äußerungen verhaftet. Der Anklage wegen Wehrkraftzersetzung entging er mit Hilfe seiner Frau, die ihn als vermisst meldete. Anderthalb Jahre hielt er sich in Dresden unter einem Decknamen verborgen, ging nach der Zerbombung immer noch illegal in den Harz und nach der Befreiung zurück nach Hamburg, wo er in der Entnazifizierungskommission für Artisten mitwirkte. Befreundet mit Kalanag wirkte er wesentlich am Zustandekommen von dessen Revue mit. Sein eigenes Comeback verlief nicht erwartungsgemäß, so daß er sich vom Zauberberuf zurückzog. Als Kaufmann zählte er zu denen, die sich in den 60er Jahren für die Erweiterung des Handels mit der DDR engagierten. 1976 verunglückte Wöhlbier-Lautenstein tödlich.

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